KTM 1290 SUPER DUKE R

Der amerikanische Traum

Es gibt viel zu sehen in und um Los Angeles. Hollywood mit dem legendären „Walk of Fame“, die Universal Studios, bei deren Besuch man einen ganzen Tag in die amerikanische  Filmwelt eintauchen kann und natürlich die berühmtesten Strände mit den klangvollen Namen „Venice“, „Santa Monica“ und „Malibu Beach“. Man benötigt Tage, um sich in der Stadt und auf den ständig überfüllten Freeways zurechtzufinden und gar Wochen, um alles gesehen und erlebt zu haben.

Man muss sich also entscheiden:

KTM 1290 SUPER DUKE R „Snake“
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KTM 1290 SUPER DUKE R

Die Meisten denken bei Los Angeles an Walt Disney und den Hollywood Boulevard. Ein eingefleischter Motorradfahrer an die umliegenden Canyons – bestens geeignet für endlos lange Ausfahrten mit unendlich vielen Kurven, wie geschaffen für die KTM 1290 SUPER DUKE R. Egal ob schnelle einsehbare Kurven oder kleine enge Kehren: Das „BEAST“ bezwingt sie alle.

Der Mulholland Highway ist die wohl bekannteste Straße, die über die Grenzen der USA auch in Europa bekannt ist. Er erstreckt sich über 50 Kilometer von den Hollywood Hills quer durch die Berge von Santa Monica bis an die Küste des Pazifiks.

Mitten im „Gebirge“ heißt es dann nicht nur „Meet & Greet“, sondern auch „Show & Shine“. Hier können sich Gleichgesinnte austauschen, sich stärken und die wildesten Umbauten am Rock Store Café bestaunen. Das „BEAST“ war hier natürlich das Highlight und sorgte für enormen Gesprächsstoff unter den hunderten von Bikern, die sich dort jedes Wochenende treffen. Typisch für die USA, wird hier neben Burgern & Bier, vor Ort auch gleich die passende Motorradversicherung verkauft. Doch am Ende des Tages ist es ganz egal, wo man sich auf der Welt befindet , alle haben das gleiche Ziel: Den Alltag vergessen und Spaß haben!

Rock Store Café Rock Store Café
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Rock Store Café

Doch dann wird es ernst. Wer das Rock Store Café Richtung Westen verlässt und die sogenannte „Snake“ nach oben jagt, muss damit rechnen, auf den nächsten vier Kilometern in den insgesamt 21 Kurven fotografiert zu werden. Doch diesmal nicht von den zahlreichen Sherrifs, die in den Canyons für Recht und Ordnung sorgen, sondern von professionellen Fotografen, die die geschossenen Bilder auf ihren Websites an die Fahrer verkaufen. Der wohl bekannteste und zugleich netteste Fotograf am Mulholland Highway ist Paul Herold, der die von ihm geschossenen Fotos auf seiner Website www.RockStorePhotos.com anbietet. Er erkennt seine „Opfer“ bereits an der Körpersprache und am Klang der Motoren. Bei „Edwards Corner“, an der wohl berühmtesten Kurve Amerikas, geben sowohl Fahrer, als auch Forografen ihr Bestes. Erschreckend oft beißt die „Snake“ gnadenlos zu und bringt die Fahrer zu Fall. Durchschnittlich schießt Paul um die 15.000 professionelle Bilder pro Wochenende. Seine Seite umfasst mittlerweile 600.000 Fotos von Motorradfahrern, aber auch Auto- und Fahrradfahrern.

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Natürlich ist auch Ken Snyder mit seiner Videokamera vor Ort, der das beste Material auf seinem YouTube Channel www.youtube.com/RNickeyMouse zeigt. Hier kann man die wildesten Schräglagenversuche bis hin zu den spektakulärsten Stürzen bestaunen.

Von unten angefahren ist „Edwards Corner“ die letzte von insgesamt 21 Kurven auf der sogenannten „Snake“. Es ist eine sehr gut einsehbare, leicht nach innen hängende, weite Kehre, die ideale Bedingungen für das „BEAST“ bietet. Die maßgeschneiderten Dunlop SportSmart² sind schön warm gefahren und haben herrlichen Grip. Das WP Fahrwerk ist perfekt abgestimmt, denn nur so entstehen derart feine Lenkpräzision und gigantische Reserven. Weiter unten bietet eine lange Gerade Gelegenheit zum Beschleunigen und den Zuschauern eine Geräuschkulisse, welche nur die kraftvollen Motoren von KTM hervorrufen. Die Canyons beben unter dem Sound des Zweizylinders und der Fotograf Paul macht sich bereit, die 1290 SUPER DUKE R abzulichten.

„Snake“ „Edwards Corner“
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„Edwards Corner“

Jetzt noch in die letzte Rechtskurve hineinbremsen, bevor es in „Edwards Corner“ geht. Bei den dort bestehenden Bodenwellen, die schon so manchem zum Verhängnis wurden, verhindert das ABS größere Überraschungen. Herausbeschleunigen und die KTM spielerisch umlegen, damit man sich auf die 180 Grad Kehre vorbereiten kann, welche einen idealen Radius bietet. In voller Schräglage durchfährt man im zweiten Gang die gesamte Kurve, wobei das Ride-by-Wire für eine konstante Gasannahme ohne Ruckeln oder Verschlucken sorgt.

Die Konzentration gilt dem Kurvenausgang, da dieser im letzten Teil nochmals ein wenig zumacht und die Straße nach außen kippt. Das „BEAST“ lässt sich durch seine außergewöhnliche Stabilität und messerscharfe Präzision zuverlässig korrigieren und bietet durch die hervorragend arbeitende schräglagenabhängige Traktionskontrolle extreme Sicherheit. Man dreht das Gas auf und landet nach „Edwards Corner“ auf einer weiteren Geraden, die, durch den atemberaubenden Vortrieb aber auch durch die zahlreichen Zuschauer, nicht selten in einem Wheelie endet.

Peter Ziegler KTM 1290 SUPER DUKE R Peter Ziegler KTM 1290 SUPER DUKE R Peter Ziegler KTM 1290 SUPER DUKE R
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Peter Ziegler KTM 1290 SUPER DUKE R

Oben angekommen hat man neben dem wunderschönen Ausblick auf die Canyons nicht nur jede Menge neuer Freunde gewonnen, sondern auch die Chance auf exotische Fahrzeuge weit über der 200.000 Euro Marke. Officer John Young, der das bunte Treiben mit einer für amerikanische Verhältnisse eher ruhigen Art beobachtet, sorgt für die nötige Präsenz, ohne dabei zu vergessen, dass auch er ein Teil der Motorradfahrergemeinde ist: „Wer die 72 km/h Grenze einhält, hat nichts zu befürchten“.

Dieser Aussage zufolge, muss er täglich mehr als nur ein Auge zudrücken, denn schon von Weitem hört man die Motoren im Drehzahlbegrenzer. Nach kurzem Small-Talk und der Erkenntnis, dass auch er sich in das „BEAST“ verliebt hat, folgt ein kurzes Probesitzen auf der KTM. Nach Schilderung des Vorhabens entschließt sich Officer John kurzerhand „Edwards Corner“ für ein Foto-Shooting mit der 1290 SUPER DUKE R von oben abzusichern und für die nötige Sicherheit zu sorgen, um das „BEAST“ in seinem natürlichen Terrain abzulichten. Nach etwa zehn Anläufen ist das Knie am Boden, der Daumen von Fotograf Paul in der Luft und die Bilder im Kasten.

End of the „Snake“ „Edwards Corner“
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End of the „Snake“

Ein Tag voller Freude geht zu Ende und man ist auch ohne Disneyland glücklich wie ein kleines Kind. Zur Belohnung kann man sich nach weiteren 24 km Kurvenspaß direkt am Pazifik  im „Neptunes NET“ Restaurant zusammen mit weiteren Bikern von Meerestieren bis typischen amerikanischen Spezialitäten alles aussuchen, was das Herz begehrt. Auch hier gibt es wenig Gelegenheit in Ruhe zu essen, da von den zahlreichen Interessierten schon die nächsten Fragen über das „BEAST“ gestellt werden.

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