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Warum ich KTM fahre: Thilo Remus

Wir stellen im Blog Motorradfahrer aus aller Welt vor, die sich für eine KTM entschieden haben. Ob diese auf der Straße oder im Gelände unterwegs sind, ob sportlich oder eher touristisch, spielt dabei keine Rolle. Heute treffen wir auf Thilo Remus aus Stuttgart.

Erzähl´ uns von Dir…

Thilo Remus: Ich bin 52 Jahre alt, Ingenieur der Fahrzeugtechnik und arbeite seit 26 Jahren bei der Daimler AG in Stuttgart. Ich fahre eine 2007er KTM 950 Supermoto R mit inzwischen 15.000 km.

 

Warum gerade diese Maschine?

Thilo Remus: Ich bin lange Einzylinder-Enduro gefahren, weil ich mich auf der Rennstrecke mit anderen Motorrädern ausgetobt habe. Ich hatte eine KTM LC4, das war ein Top Motorrad, aber als die Supermoto R rauskam, haben mich Konzept und Design überzeugt, also habe sie gekauft und liebe sie bis heute.

 

Was magst an dem Motorrad, was nicht?

Thilo Remus: Ich mag das Drehmoment und die Leistungsentfaltung des V2, dazu den Sound und das Temperament. Auch das Fahrwerk – Stabilität, Gabel, Federelemente – ist ziemlich genial. Ich habe das Bike weicher abgestimmt, dazu Änderungen an der Übersetzung und auch an der Gemischaufbereitung vorgenommen. Das Motorrad erinnert mich auch ein bisschen an meine frühere Superbike-Zeit. Suzuki GS 1000 mit geradem Lenker, so in der Art, das gefällt mir bis heute.

 

Kannst Du dir ein ein Leben ohne Motorrad vorstellen?

Thilo Remus: Überhaupt nicht, Zweiräder haben mich schon immer fasziniert, auch das Schrauben und Entwickeln. Ich bin über 20 Jahre Motorradrennen gefahren, unter anderen in der 500er Viertaktklasse, in der auch Helmut Bradl, der Vater von MotoGP-Pilot Stefan Bradl, damals seine Karriere begonnen hat, das war 1985. Ich habe Tank und Rahmenheck aus Aluminium selbst gebaut, auch die Auspuffanlage komplett selber, dazu kam Motortuning, GFK-Teile usw.; das ist der Ingenieur und der Schrauber in mir, ich bin auch gelernter Maschinenschlosser. Es macht Spaß, etwas selber zu bauen und im Wettbewerb einzusetzen.

 

Dein Händler sagt »Es wäre Zeit für eine Neue«. Deine Antwort?

Thilo Remus: Ich fahre alles mal Probe. Die neue 1190 Adventure hat mich schon gereizt, aber ich bin nicht so der Tourenmensch. Allerdings werde ich gerade zum Offroad-Mensch. Ich fahre auch Mountain-Bike und habe kürzlich mit dem Fahrrad am German Bikemasters teilgenommen, ein Mannschaft-Wettbewerb aus Marathon und Sprintrennen am Nürburgring. In der Summe also drängt sich Offroad-Fahren auf, deswegen fahre ich demnächst mit einer veranstalteten Tour in die Wüste Gobi.

 

Du trifft einen hochrangigen KTM-Manager. Was würdest Du ihm sagen?

Thilo Remus: Ich finde, dass KTM hat eine tolle Entwicklung durchgemacht hat. Ich finde die Produktpalette hoch attraktiv und könnte mit drei KTM hinstellen. Ich bin auch Fan der Einzylinder-Duke, allerdings von der alten, die Neue gefällt mir gar nicht. Eine RC8 R würde ich gerne mal ausprobieren. Früher habe ich japanische Einzylinder gefahren, weil mir KTM zu teuer war. Aber seitdem ich 2000 eine LC4 gekauft habe, bin ich sehr überzeugt. Als ich diese nach sechseinhalb Jahren verkauft habe, betrug der Wertverlust nur 400 Euro. Davon kann man normalerweise nur träumen. Der Werterhalt ist viel höher als bei anderen Motorrädern.