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Freeride 350: Als Mountainbike-Begleitung über alle Berge

Das »Mavic Trans-Provence« ist ein einwöchiges Mountainbike Etappen-Rennen in Südfrankreich. Der überwiegende Anteil der Strecken führt downhill und über schmale Gebirgspfade, sogenannte Single Trails. Die Veranstaltung ist eine echte Herausforderung und führt durch wilde und schöne Gebirgslandschaften. Den Teilnehmern wird bei diesem MTB-Event so ziemlich alles abverlangt – Fahrkunst, Fitness, Kampfgeist, Ausdauer und Einsatzbereitschaft.

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Die enduroähnliche Veranstaltung führt quer durch die Provence. Gestartet wird in der Nähe von Sisteron, das Ziel liegt an der Küste in Menton bei Monaco. Die Gesamtdistanz beträgt 300 Kilometer, aufgeteilt auf sechs Fahrtage. Das Fahrerfeld umfasst 70 Teilnehmer. Für das Klassement gilt es insgesamt 24 Wertungsetappen auf Zeit zu absolvieren. Dazwischen liegen Verbindungsetappen ohne Zeitwertung. Alles in allem müssen die Fahrer rund 10.000 Höhenmeter und 15.000 Tiefenmeter überwinden. Der Teilnehmertross bewegt sich eingebettet in eine Rundum-Organisation: Tägliche Zeltlager, Verpflegung, technischer und medizinischer Service gehören genauso dazu wie der morgendliche Lift per Kleinbus oder Skilift auf Gebirgshöhen, von denen aus jeweils gestartet wird.

Bei der vierten Auflage des MTB-Abenteuers setzte die Organisation erstmals auf eine KTM Freeride 350 als zweirädriges Begleitfahrzeug. Renndirektor Ash Smith spricht hier über seine Erfahrungen:

»Wir haben eine KTM Freeride 350 bei der »Mavic Trans Provence« als tägliches Begleitfahrzeug eingesetzt, um einfach näher an den Fahrern und dem ganzen Geschehen dran bleiben zu können. Das Teilnehmerfeld war in zwei Gruppen geteilt; im Prinzip fuhr ich die ganze Zeit hin und her, um zur Stelle zu sein, falls es ein Problem zu lösen oder eine Entscheidung zu treffen galt. Zweites Einsatzfeld war, potentiellem »Course Cutting«, also möglichen Abkürzungen Einhalt zu gebieten. Die gezeiteten Sonderprüfungen sind durchweg Downhill-Single-Trails, dabei sind auch Passagen mit hintereinander folgenden Haarnadeln zu absolvieren. Die Möglichkeiten, hier abzukürzen, sind leider verlockend, obwohl wir das ausdrücklich untersagen. Einerseits, weil es unfair gegenüber Mitkonkurrenten ist. Andererseits, weil weitere Fahrspuren entstehen und der Umwelt Schaden zufügen, weil bei starken Regenfällen die Gefahr von Hangabgängen steigt. Dank der KTM war es mir möglich, alle Hot-Spots mit einladenden Abkürzungen vor den Fahrern zu erreichen. Die Teilnehmer wussten nicht, wo ich kontrollieren würde, aber allein das Wissen um meine Beweglichkeit und die Chance, beim Abkürzen erwischt zu werden, hat sie davon abgehalten.«

 »Es gab auch eine Notfallsituation, die dank des Motorrads rascher gelöst werden konnte. Am sechsten Fahrtag erwischte es einen Teilnehmer mit ausgekugelter Schulter; er musste per Helikopter ins Spital gebracht werden. Dank der KTM konnte der ganze Vorgang beschleunigt abgewickelt werden. In Frankreich ist das Prozedere üblicherweise so, dass zuerst die »Pompiers», also die Feuerwehrleute, mit ihren Allrad-Fahrzeugen anrücken, die Situation checken und erst dann entscheiden, ob ein Heli zum Einsatz kommt oder nicht. Die Unglücksstelle war weit ab von den üblichen Wegen und schwer zu erreichen. Also habe ich die Retter per Motorrad dorthin geguidet, anstatt umständlich zu erklären, wo es in der Berglandschaft langgeht und wo jeweils Richtungswechsel notwendig waren. Jedenfalls haben wir so jede Menge kostbare Zeit gespart, um den Verletzten raschestmöglich ausfliegen lassen zu können.«

 »In der Vergangenheit haben wir Personentransporte und Logistik mit Automobilen und zu Fuß erledigt. Autos sind aber weniger flexibel einsetzbar, allein das Parken möglichst in der Nähe der aufzusuchenden Orte entlang der Strecke ist stets ein Problem. Man ist nicht nur unbeweglicher, sondern verliert auch mehr Zeit. Mit der KTM gestaltete sich alles einfacher. Das Event konnte unkomplizierter begleitet und so letztlich für alle Teilnehmer sicherer, fairer und letzten Endes auch umweltfreundlicher als bisher gestaltet werden. Nachdem wir die Freeride 350 erstmals eingesetzt haben, kann ich sagen, dass ein leichtes und wendiges Enduro-Bike bei ständig wechselnden und auch schwer zugänglichen Einsatzgebieten absolut perfekt als Begleit- und Patrouillenfahrzeug taugt. Ob Asphaltstraße, waldige Zufahrten, schmale Naturwege oder wildes Gebirge mit Single-Trails – man kommt einfach überall damit durch. Wir werden künftig wieder Motorräder einsetzen. Einfacher und effizienter lässt sich unser Mountainbike-Event nicht begleiten.«

»Sicher kommt künftig auch einmal eine KTM Freeride E in Frage. Ein Elektrobike auszuprobieren, wäre zweifellos interessant. In erster Linie, um umwelttechnisch noch weniger Geräuschemissionen zu produzieren. Wobei man aber sagen muss, dass der dezente Viertakt-Sound der Freeride 350 absolut in Ordnung war und keinerlei Anlass zur Klage gab.«

 

Weitere Infos:

Internet: trans-provence.com

Video: vimeo.com/transprovence

Facebook: facebook.com/transprovence

 

Das nächste Mavic Trans Provence findet vom 14. bis 21. September 2014 statt.