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Jack Millers Kleiderschrank: Die drei wichtigsten Teile der Rennausrüstung

Was braucht ein Rennfahrer, um erfolgreich zu sein? Neben einem konkurrenzfähigen Motorrad, spielt die richtige Ausstattung eine entscheidende Rolle. Jack Miller, zurzeit Führender in der Moto3-Weltmeisterschaft, gab uns einen Einblick in seinen Kleiderschrank.

Die Moto3-Rennen der Saison 2014 waren bisher wahre Highlights und spannend bis in die letzte Runde – klar, dass in diesen engen Kämpfen jede Millisekunde zählt. Die Fahrer kämpfen bis zuletzt um die Positionen, oft nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Für die Zuschauer ist es fantastische Rennaction, für die Fahrer ein steter Kampf, die entscheidenden Sekundenbruchteile in Leistung und Aerodynamik zu finden, die am Ende den Unterschied ausmachen. Auch Red Bull KTM Ass Jack Miller ist sich dieser Tatsache bewusst und hat sehr genaue Vorstellungen, wie seine Rennausrüstung sein soll.
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„Ich will die Sachen so eng und leicht wie nur möglich. Um auf der Strecke möglichst wenig Zeit zu verlieren, hilft jede noch so kleine Verbesserung“, sagt Miller. Um ein genaueres Bild von seiner Arbeitskleidung zu bekommen, haben wir den Fahrer aus dem Red Bull KTM Ajo Team gebeten, uns etwas zu den wichtigsten drei Teilen zu erzählen.

Lederkombi
„Dieses Jahr fahre ich zum ersten Mal mit Alpinestars – es ist die beste Lederkombi, die man bekommen kann. Sie ist nach meinen Wünschen gefertigt und auf meine Körpermaße angepasst. Die Jungs von Alpinestars können so gut wie alle Wünsche umsetzen: Die Kombi kann an einigen Stellen lockerer und an anderen Stellen enger sitzen, es ist eine Maßanfertigung bis ins letzte Detail. Zwar ist es manchmal etwas knifflig beim an- und ausziehen, aber ich habe es am liebsten, wenn die Lederkombi so eng wie möglich sitzt. Das Gewicht ist natürlich auch ein wichtiger Faktor, deshalb habe ich Alpinestars gebeten alles wegzulassen, was nicht unbedingt notwendig ist, vor allem beim Innenfutter und den Polsterungen. Meine Kombi sieht also eigentlich immer so aus wie die, die wir normalerweise nur bei sehr heißen Rennen verwenden.“

„Das Material ist Känguru-Leder, was die Kombi sehr flexibel, weich und widerstandsfähig macht. Das Design ist das gleiche wie bei meinem Motorrad. Wie viele ich brauche? Das ist schwer zu sagen. Alpinestars bietet einen guten Service und hält sie immer in sehr gutem Zustand; wenn das Logo am Hintern oder andere Stellen abgenutzt sind, bessern sie sie aus, genauso wie andere Kleinigkeiten hier und da. Die gesamte Ausrüstung wird im Teamtruck transportiert, darum muss ich mir also keine Gedanken machen. Ich komme an die Rennstrecke und suche mir die Sachen zusammen, die ich brauche.“

„Außer der Lederkombi fahre ich mit Standardhandschuhen und –Stiefeln (Größe M und 39) von Alpinestars. Es muss nichts geändert oder angepasst werden, sie passen einfach – nur ein Grund, warum ich mit ihrem Material so zufrieden bin. Außerdem statten sie mich auch mit Freizeitklamotten und Motocrosssachen aus.“
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Helm
„Bereits im zweiten Jahr fahre ich mit einem Scorpion-Helm. Vielleicht ist es ungewöhnlich diesen Helm zu verwenden, denn im Vergleich zu anderen Herstellern, ist es kein großer, bekannter Markenname, aber er ist funktionell. Dieses Jahr kann ich ihn nicht großartig individualisieren, da ich komplett im Red Bull Design fahre. Nur die Innenschale ist natürlich an meinen großen (!) Kopf angepasst und die Polster, die eng an den Wangen anliegen sollen, weil es sich dann sicherer anfühlt.“

„Während einer Saison habe ich einen ziemlichen Verschleiß an Helmen. Nach Stürzen wird der komplette Helm ausgetauscht, sonst wird nur an der Lackierung nachgebessert.“
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Ein weiteres Teil
„Ich bin vorher nie mit einem Rückenprotektor gefahren – ich weiß, ziemlich dumm – aber diese Saison hat das Team darauf bestanden. Sie haben mich vor die Wahl gestellt: „entweder du trägst einen oder du bekommst kein Bike“! Letztes Jahr wollte ich keinen, denn in der Lederkombi passte es nicht und hat beim Fahren gestört, aber klar sehe ich die Vorteile. In dieser Saison ist es kein Problem mehr; es ist einfach ein Teil der Ausrüstung.“

„Ich habe keine Glücksbringer und bin auch nicht abergläubisch. Wie gesagt, das Wichtigste ist, dass ich eine gute Einheit mit dem Motorrad bilde, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehört auch, dass ich mir keine Gedanken um Dinge machen muss, die nicht wesentlich sind.“

Fotos: ktmimages.com