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Jugend vor: Vampire Rock Team

Steve Steinman (left)

Steve Steinman (left)

Wir halten immer Ausschau nach KTM-Fahrern und Fans, wenn wir für den Blog auf Achse sind. Hier sind wir auf ein cooles MX Junior Team aus England gestoßen. Initiator Steve Steinman betreut seine Söhne und ein paar befreundete Kids auf 65er, 85er und 125er SX-KTM-Bikes in der Britischen Junior-Motocross-Szene. Beruflich findet man Steve als Bühnentechniker des Vampire Rock-Spektakels, ein Theater- und Musik-Event nach Art der Rocky Horror Show. Steinman tourt mit der Veranstaltung durchs Land; in seiner Freizeit kümmert er sich dann voller Enthusiasmus um seine MX-Minitruppe mit dem klangvollen Namen »Vampires Rock Youth Motocross Team«.

Steve, erzähl uns bitte, was es mit deinem Team auf sich hat?

Steinman: Wir sind bereits im zweiten Jahr dabei und schon jetzt steht fest, dass es auch 2014 weiter geht. KTM Großbritannien unterstützt uns nach Kräften, was großartig ist, weil sonst wäre alles viel schwieriger. Wir möchten natürlich möglichst konkurrenzfähig sein, dafür sind KTMs schon mal von der Technik her eine gute Voraussetzung. Wir haben zwei Fahrer auf 65er Bikes, einen SX85-Fahrer mit 17/14-Zoll-Rädern sowie einen Zweiten mit 19/16-Zoll großen Rädern. Dazu noch ein Pilot auf einer SX125. Mit Ersatzbikes sind es insgesamt zehn Maschinen. Da kommt also Einiges an Kosten zusammen, auch punkto Ausrüstung. Im Jugend Motocross geht es schon ordentlich zur Sache, aber irgendwann muss man ja einmal loslegen. Wenn man sieht, was in anderen Ländern in der 65er Klasse schon abgeht, technisch wie fahrerisch, wird es höchste Zeit, da mitzuhalten. Dazu müssen eben auch die finanziellen Mittel bereit gestellt werden, damit die Kids überhaupt eine Chance geboten bekommen.

Heutzutage scheint es eine Menge Nachwuchsfahrer in orange zu geben?

Steinman: Kids sind Kids; und alle finden KTM super. Warum? Weil die Bikes einfach klasse sind, keine veralteten Kisten, sondern modern und schön und mit Herz gebaut. Andere Marken, wie die Grünen etwa, haben zuletzt an Boden eingebüßt und geben sich gerade ziemlich Mühe, wieder aufzuholen. Ob das klappt, bleibt abzuwarten; ich jedenfalls würde es gerne sehen, wenn ein möglichst bunter Markenmix am Start Aufstellung nimmt.

 

Kennen die Kids auch Fahrer wie Cairoli und Dungey und das Red Bull KTM Team?

Steinman: Klar, Image spielt natürlich eine Rolle. Cairoli ist für alle ein Held. Die Jungen schauen mehr zu den großen Namen auf, als mancher glaubt. Weil sie oft im Fernsehen zu sehen sind, gibt es natürlich auch etliche, die den Stars nacheifern und wie diese sein wollen.

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Wie schaut es aus mit Unterhalt und Service bei so vielen Bikes?

Steinman: Wie bei allen Race-Bikes, auch wenn sie nur für Kids sind, sind Service und Pflege unumgänglich, und zwar laufend. Im Schnitt ist nach vier Events ein neuer Kolben fällig. Powervalve-Walzen werden regelmäßig ausgebaut und gecheckt. Tuning ist kein Thema, ersetzt werden nur Verschleißteile wie Bremsbeläge oder Ketten, die in bestimmten Intervallen anfallen. Es geht schlicht darum, die Bikes in technisch einwandfreiem Zustand zu halten. Weil das Letzte, was man will, ist ein Ausfall mit technischem Defekt nach 200 bis 400 km Anreise. Dann wegen eines verstopften Luftfilters oder verschlissenen Kettenrads aufhören zu müssen, wäre ziemlich idiotisch.

Wie passt das alles zeitlich zusammen, mit den alltäglichen Pflichten bei Beruf und Schule?

Steinman: Wir trainieren immer Mittwochs, Samstag und Sonntag sind entweder richtige Wettbewerbe oder weitere Trainings angesagt. Gefahren wird also zweimal die Woche, manchmal kommt noch ein weiterer Funday dazu. Wir versuchen immer, den Fahrspaß in den Vordergrund zu stellen, was nicht immer einfach ist, weil es auch auf diesem Level schon recht kompetitiv zugeht.

http://www.vampiresrockktmracing.com/

Photos by Ray Archer

 

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