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Kolumne: Stefan Everts über die Vorbereitung zur MX-Saison 2014

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Die Vorbereitungen für die MX-Saison 2014 begannen für uns direkt nach Silvester. Nach der Verletzung von Ken (De Dycker) kurz vor Weihnachten, ging es im Januar Schlag auf Schlag und es erreichte uns die nächste Hiobsbotschaft: Jeffrey (Herlings) teilte uns mit, dass er, statt am Trainingscamp in Spanien teilzunehmen, verletzungsbedingt zu Hause bleiben müsste.

Schon seit Ende November hatte er Probleme mit seinem rechten Bein – eine Stressfraktur, die er sich nicht etwa beim Fahren, sondern beim Laufen zugezogen hatte. Schon verrückt, wenn man bedenkt, unter welchen Belastungen der Körper während der Rennen steht! Nach einem Arztbesuch Anfang Dezember, entschieden wir beim offiziellen Test, dass er in den kommenden Wochen so wenig wie möglich fahren sollte. Entgegen aller Ratschläge fuhr Jeffrey aber bis Weihnachten weiter. Kurz vor unserer Abreise nach Spanien stand die Kontrolluntersuchung beim Arzt an. Das Ergebnis war leider nicht so positiv wie erhofft: Jeffrey sollte dem Bein mindestens drei bis vier weitere Wochen Ruhe gönnen.

Jordi  (Tixier) war beim Trainingscamp dabei und konnte an acht von zehn Tagen fahren. Nach dem intensiven Training und seiner Rückkehr nach Hause war aber auch er erstmal eine Woche krank. Zum Glück dauerte es nicht lange, bis er wieder auf den Beinen und fit genug war, um beim ersten Vorsaisontest in Sardinien anzutreten. Das Ergebnis hätte besser sein können, aber er konnte gutes Feedback zum neuen 2014er SX-Bike geben.

Insgesamt ist Jordi vor Saisonstart bei drei Rennen gestartet, was ihn mit einem guten Gefühl in den ersten Grand Prix in Katar starten lässt. Im Vergleich zum letzten Jahr, hat sich sein Fahrstil deutlich verbessert. Überhaupt war seine Saisonvorbereitung anders als im letzten Jahr, als er bis Mitte November Supercross gefahren ist. Dieses Jahr wollte ich, dass er sich stärker auf seine körperliche Fitness konzentriert. Im November und Dezember haben wir daran gearbeitet eine gute Basis zu schaffen, da die Saison sehr lang wird. Da ist es wichtig sich auf mehr als nur Supercrossfahren zu konzentrieren.

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Jeffrey hat seine Schonzeit fast vier Wochen lang eingehalten und hat währenddessen, soweit möglich, an seiner Fitness gearbeitet. Vor ein paar Monaten hat er endlich einen Trainer engagiert. Seit drei Jahren rede ich davon, denn es wird ihm helfen, mit dem ganzen Programm auf uns abseits des Motorrads besser zurecht zu kommen. Ich bin froh, dass er endlich jemanden hat, der ihm hilft, seinen Trainingsplan besser zu strukturieren. Bisher ist alles ganz gut für ihn gelaufen. Als Jeffrey wieder ins Training eingestiegen ist, habe ich ihn die ersten anderthalb Wochen überwacht, um sicherzugehen, dass er es langsam und Schritt für Schritt angehen lässt.

Da das Rennen in Valance abgesagt wurde, hatte er zur Vorbereitung auf die neue MX-Saison nur das Rennen im britischen Hawkstone. Er ist großartig gefahren und die drei Laufsiege sprechen für sich. Bereits in der Vergangenheit hat er gezeigt, dass er seine Leistung auch nach Unterbrechungen schnell wieder abrufen kann. Beim Saisonstart in Katar wird er sich in bester Form präsentieren und seine Konkurrenten um die Weltmeisterschaft herausfordern – da bin ich mir sicher!

Fazit:
Die Fahrer sind READY TO RACE!
Das Team ist READY TO RACE!
Die Bikes sind READY TO RACE!

Auf geht´s, packen wir es an!

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Wir wünschen allen Teams, Fahrern, Organisatoren, dem Team um Youthstream und allen Fans eine tolle Saison 2014.