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EICMA: 1290 Super Duke R Prototyp

Auf der EICMA-Messe in Mailand (15.-18. November) wirft KTM einen Blick in die faszinierende Zukunft der Super Duke.

Seit 2005 rollt der Asphalt-Zweizylinder aus den KTM Hallen. Extrem agil und muskelbepackt, ein unverwechselbares Gerät, das in keine Schublade passt und doch keinem Wettbewerber aus dem Weg geht. Über die Jahre wurde die Super Duke weiter angespitzt, die Fangemeinde wächst und wächst.

Aus dem Straßenkämpfer wurde inzwischen der Anführer einer ganzen Horde begeisternder Bikes – leicht, puristisch, hochwertig und immer ohne Verkleidung. Inzwischen mit 125, 200, 690 und 990 Kubikzentimeter. Und auf der EICMA kommt jetzt noch eine brandneue 390er dazu.

Doch damit muss noch lange nicht Schluss sein. Auch wenn niemand aus reinen Vernunftgründen nach noch mehr Hubraum verlangt. Eher schon aus der Freude an Leistung im Überfluss, an irrer Beschleunigung, an physikalischen Grenzgängen. Aus Begeisterung für die Welt der Extreme.

Der Prototyp der zukünftigen KTM 1290 Super Duke R darf ungefiltert aus zwei offenen Megaphonen  brüllen. Bei dieser Studie ging es nicht um die Erfüllung von Vorschriften und Verordnungen. Gezeigt wird nur, was passiert, wenn man in Mattighofen die Begeisterung ungehemmt von der Leine lässt.

Die Entwickler haben den Motor der RC8 R nochmals aufgebohrt, um ihm maximalen Punch mit auf den Weg zu geben. Um diese zweizylindrige Urgewalt legten sie einen stramm sitzenden Maßanzug aus leichten Stahlgitterrohren. Vervollständigt wurde das Fahrwerk mit einer einarmigen Hinterradschwinge und Prototyp-Federelementen von WP Suspension, kombiniert mit Rennrädern, Rennbremsen und Rennreifen. Dazu kamen Ride-by-Wire-Gasgriff, ein paar Elektronik-Assistenzsysteme und etliche Karbonteile.

Niemand hat die Arbeitsstunden gezählt, wie viel Mühe und Engagement investiert oder Schweiß vergossen wurde. Aus der Entwicklungsabteilung sickerte lediglich durch, dass die Jubelrufe der beteiligten Belegschaft  immer lauter wurden und alle die offizielle Präsentation des Showbike-Schmuckstücks in Mailand kaum mehr erwarten können.

Die beste Nachricht zum Schluss: KTM arbeitet bereits mit derselben Begeisterung an der Serienversion der 1290 Super Duke R. Ein guter Grund, sich auf die Zukunft in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 zu freuen. Bis dahin ist Träumen nicht verboten.

 

Wissenswerte Fakten zum Prototyp: 

Motor: flüssigkeitsgekühlter V-Zweizylinder, Basis RC8 R, mit Ride-by-Wire
Hubraum: eins.punkt.drei
Power und Drehmoment: mehr denn je
Elektronische Assistenz: ABS, Traktionskontrolle, Anti-Stoppie- und Anti-Wheelie-Control (alle abschaltbar)
Rahmen: Gitterrohrrahmen aus Chrommolybdän-Stahl
Schwinge: Leichtmetall-Einarmschwinge
Federelemente: WP Prototypen – Upside-Down-Gabel mit Gasdruckkartusche, direkt angelenktes Federbein
Räder und Reifen: Leichmetallräder mit Slicks
Bremse: vorn und hinten Brembo-Rennsättel
Gewicht: unglaublich wenig