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Dakar 2013: Coma nicht am Start

Hiobsbotschaft für orange durchgefärbte Rallye-Freunde: Marc Coma, KTM-Werksfahrer und amtierender Rallye-Raid-Weltmeister, gab auf einer Pressekonferenz in Barcelona bekannt, dass er nicht in der Lage ist, bei der Dakar-Rallye 2013, die am 5. Januar beginnt, an den Start zu gehen. Grund für den Startverzicht sind seine Verletzungen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genügend ausgeheilt sind.

 

 

Der Katalane war vor zwei Monaten in Marokko gestürzt und hatte sich die linke Schulter ausgerenkt. Die vollständige Heilung nimmt trotz intensiver ärztlicher Betreuung mehr Zeit in Anspruch als zunächst erwartet und auch erhofft wurde. Comas Fitness erlaubt es jedenfalls nicht, an der härtesten Motorrad-Rallye der Welt teilzunehmen.

 

»Ich hatte bis zuletzt die Hoffnung nicht aufgegeben«, sagte Coma enttäuscht. »Am Ende ist es nun aber nicht möglich, an der Dakar teilzunehmen. Meine Gesundheitszustand erlaubt es nicht, so zu fahren, das eine realistische Chance auf den Sieg besteht. Wenn man gewinnen will, muss man sein Bestes geben. Das geht momentan nicht. Deshalb verzichte ich schweren Herzens. Ich fände es respektlos gegenüber dem Team, unter diesen Umständen an den Start zu gehen. Natürlich bin ich extrem enttäuscht, weil die bisherige Unterstützung von KTM, allen Sponsoren und Partnern in vollem Umfang erfolgte und wie immer absolut fantastisch war.«

 

Comas ärztliche Betreuung erfolgte durch das renomierte Dexeus Hospital in Barcelona, in dem bereits etliche GP-Rennfahrer erfolgreich behandelt wurden. Kompliziert wurde die Verletzung, weil neben der ausgerenkten Schultern auch Muskeln, Nerven und Bänder beschädigt sind. Die Heilung dieser Blessuren erfordert noch Geduld. Coma hat bereits drei Wochen intensive Therapiemaßnahmen hinter sich, am Ende jedoch reichte es nicht zur vollständigen Genesung, um bei der Dakar erfolgversprechend antreten zu können. »Marc benötigt zur Ausheilung der Verletzungen einfach mehr Zeit«, stellte der leitene Arzt Dr. Mir sachlich fest.

 

Coma fügte hinzu: »Es war ein Kampf gegen die Zeit, den ich am Ende nicht gewinnen konnte. Wir haben in den zwei Monaten seit meinem Crash alles probiert, was eine rasche Heilung beschleunigt, aber es hat nicht gereicht. Dies war nicht mein erster Sturz, und auch nicht mein letzter; sobald ich mich also vollständig erholt habe, werde ich wieder an den Start gehen. Die Dakar wird dieses Jahr sehr spannend, weil mit Honda und Husqvarna starke Konkurrenz antritt. Dennoch hoffe ich, dass das KTM-Werks-Team mit all seiner Erfahrung und mit Cyril Desprès stark auftrumpfen wird. Für mich ist Cyril der Siegfavorit, weil er bereits gewonnen hat und genau weiss was zu tun ist.«