Panini Tour: Südwärts durch Mexiko und Zentralamerika

Mit unseren – frisch in den USA servicierten – KTM 1190 ADVENTURE Rs starteten wir auf die nächste Etappe der Panini Moto Tour Weltreise, die uns durch sieben Länder Zentralamerikas führen sollte: Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama – bis „hinunter“ nach Kolumbien.

Die Baja California, Halbinsel und westlichster Bundesstaat Mexikos, ist ein Paradies für Offroad-Liebhaber und nicht zuletzt bekannt wegen der Baja 1000, einer anspruchsvollen Wüstenrally. Wir folgen auf steinigen Pisten für ein paar Kilometer ihrem Verlauf, vorbei an kargen, aber dennoch malerischen Bergen und Kakteen in allen Variationen. Genau so stellen wir und das Motorradparadies für eine KTM 1190 ADVENTURE R vor: kein Verkehr, Schotter, Sand, endlose Weite, menschenleere Strände und kein Tröpfchen Regen. Ab und zu ein kleiner, beschaulicher, von Palmen gesäumter Ort mit Tankstelle und Bar. Wir gönnen uns zur Erfrischung ein kühles Bierchen und weiter geht’s!

Unbewohnte Sierra zieht sich über die gesamte Halbinsel | The uninhabited sierra stretches across the whole peninsula Auf den Spuren der Baja 1000 | Following the Baja 1000 Highlight der kleinen Oase San Ignacio: die 1786 aus Lavasteinen erbaute Missionskirche | Highlight of the small oasis of San Ignacio: the lava stone mission church, built in 1786 Unübersehbar: der örtliche Barbesitzer ist ein Fan der Rally Baja 1000 | You can't tell the owner of the local bar is a Baja 1000 rally fan! Echtes „Off“-Road | Real offroading Corona & Pacifico: kühle Erfrischung nach einer langen Offroad-Etappe | Corona & Pacifico: cooling refreshment after a long offroad stage Oh Tannenbaum: „weihnachtlich“ dekorierter, toter Kaktus | "Christmas" trees in Mexico: dead cactus plus decorations Durch das Gelände einer aufgelassenen Salzgewinnungsanlage | Across the site of an abandoned salt production facility Das „Hotel California“ aus dem Song der Band Eagles gibt es tatsächlich | The actual "Hotel California" from the song by the Eagles Dattelpalmenslalom | Date palm slalom Renn-Käfer in Pension | Racing Beetle at our guest house Gigantisch | Huge Wächst und blüht auch nach Jahren ohne Wasser: der Cirio-Baum | The cirio tree continues to grow and flower, even after years without water Küstenstraße am Mar de Cortés | Coastal road on the Gulf of California
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Highlight der kleinen Oase San Ignacio: die 1786 aus Lavasteinen erbaute Missionskirche | Highlight of the small oasis of San Ignacio: the lava stone mission church, built in 1786

Ein rustikales Frachtschiff schaukelt uns und unsere Motorräder von der Halbinsel Baja aufs mexikanische Festland nach Mazatlán. Wir überqueren den mächtigen Küstengebirgszug Sierra Madre Occidental und erreichen nach einem Zwischenstopp in Durango die Silberminenstadt Zacatecas: Eine der schönsten Städte Mexikos, die nach Jahren brutaler Gewalt durch das Drogenkartell „Los Zetas“ allmählich wieder besucht werden kann. Die unzähligen, schwer bewaffneten Polizeiwagen in der Stadt vermitteln den Einheimischen Sicherheit … wir hingegen sind noch nicht ganz überzeugt.

Unweit der wuchtigen, verschnörkelten Kathedrale im Zentrum werden wir Zeugen einer traditionellen „Quinceañera“, dem feierlichen Fest zum 15. Geburtstag jeder jungen Mexikanerin. Und in der Mitte einer ehemaligen Stierkampfarena fühlen wir uns einen Augenblick lang wie stolze Toreros.

Besonders gut gefällt uns auch die kleine Künstlerstadt San Miguel Allende im Zentrum Mexikos: steile Pflastersteinstraßen, bunt bemalte Häuser, romantische Innenhöfe, mildes Klima – ein richtig entspanntes Ambiente.

Die 10-Millionen-Einwohnerstadt Mexiko City auf dem Motorrad zu durchqueren, ist ein „Vergnügen“ der etwas anderen Art und bereichert definitiv unseren Erfahrungsschatz.

Ein Zwischenstopp beim neuen Museo Soumaya mitten in der City ist natürlich Pflicht, aber als wir im orange-rot glühenden Abendlicht zwischen den Zwillingsvulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl hindurchfahren und die Stadt hinter uns lassen, haben wir beide ein erleichtertes Lächeln im Gesicht.

Auf landschaftlich abwechslungsreichen Routen geht es weiter in Richtung Süden. Oaxaca de Juárez ist Weltkulturerbe und Stadt der Kunst und Kulinarik: historische Wandgemälde, buntes Kunsthandwerk sowie zwei riesige Markthallen bieten ein Erlebnis für alle Sinne. Hier lässt sich mexikanisches Essen in seiner ganzen Vielfalt und Exotik verkosten: Carne Cecina (ganz dünn im Zickzack geschnittenes Rindfleisch) gewürzt mit gemahlenen Würmern, dazu geröstete Heuschrecken, Maisfladen, Chili in allen Schärfegraden und Mole Poblano (Soße aus Chili, Schokolade und mindestens 30 weiteren Zutaten) – den anschließenden Tequila konnten wir gut vertragen.

Auf unserem Weg nach Süden passieren wir den Isthmus von Tehuantepec; die mit einer Breite von 216 Kilometern kürzeste Landverbindung zwischen dem Golf von Mexiko und dem Pazifik. Die unvermeidbare Fahrt durch diese Engstelle erweist sich als extrem windig und fahrerisch wenig aufregend.

Langsam nähern wir uns der guatemaltekischen Grenze. Grundsätzlich sind Grenzübergänge in Zentralamerika problemlos; es braucht kein Visa, nur viel Zeit und Geduld für sinnlose Zollformalitäten … sollte man also zum eher ungeduldigen Teil der Menschheit gehören, lernt man hier schnell, sich in Geduld zu üben.

Fähre von der Halbinsel Baja California nach Mazatlán | Ferry from the Baja California Peninsula to Mazatlán Sierra Madre Occidental auf dem Weg nach Durango | Sierra Madre Occidental mountains on the way to Durango Vor der verschnörkelten Kathedrale von Zacatecas | In front of the ornate cathedral in Zacatecas „Quince años“: Heute feiere ich meinen 15. Geburtstag! | "Quince años": 15 today! „Revolutionsmauer“ in Zacatecas | "Revolutionary wall" in Zacatecas Zwei „Motorrad-Toreros“ in einer ehemaligen Stierkampfarena | Two motorcycling toreros in what used to be a bullring Mexiko liebt den Tod: Straßenfest in San Miguel Allende | Mexico loves death: street festival in San Miguel Allende Besuch bei KTM in Toluca | Visiting KTM in Toluca Im Zentrum von Mexiko City: Kunstmuseum Soumaya | Mexico City center: Museo Soumaya art museum Mexiko City liegt hinter uns: Zwillingsvulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl | Leaving Mexico City behind us: the twin volcanoes Popocatépetl and Iztaccíhuatl Durch die Sierra Madre del Sur | Through the Sierra Madre del Sur Phantastisches mexikanisches Essen: Tortilla und Carne Cecina | Fantastic Mexican food: tortilla and carne cecina Am Markt von Oaxaca: Chili in allen Variationen | Oaxaca market: every type of chili you can imagine Mexikaner beim Wochenendpicknick mitten im Fluss | A weekend picnic for local Mexicans, in the middle of the river Sonnenuntergang mit Corona an der mexikanischen Pazifikküste | Sunset with a Corona on the Mexican Pacific coast
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Mexiko City liegt hinter uns: Zwillingsvulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl | Leaving Mexico City behind us: the twin volcanoes Popocatépetl and Iztaccíhuatl

Guatemala ist ein farbenprächtiges, ursprüngliches, aber auch sehr armes Land, in dem wir die Kultur der Maya hautnah erleben. Ein tolles Erlebnis ist der Besuch des bunten Maya-Wochenmarktes in Chichicastenango, das etwas isoliert im Hochland von Guatemala liegt. Jeden Donnerstag und Sonntag kommen die Maya-Händler aus den umliegenden Bergdörfern in die Stadt, um ihre Waren anzubieten und die Kirche zu besuchen. Die Atmosphäre auf dem Markt zu genießen, die einheimischen Frauen in ihren bunten Trachten zu bewundern, das „lokale“ Streetfood zu probieren und das ein oder andere Mitbringsel zu erwerben (ein gewebter Gürtel passt auf jeden Fall ins Motorradgepäck), ist ein herrliches Erlebnis. Auf den Stufen der Kathedrale werden wir Zeugen schamanisch anmutender Zeremonien und sogar der örtliche Friedhof präsentiert sich unerwartet farbenfroh.

Der Atitlán-See, von wunderschönen Vulkankegeln umgeben, ist auch bei Guatemalteken ein beliebtes Ausflugsziel. Im Hauptort Panajachél drängeln sich zahlreiche kleine Restaurants, die frisch zubereiteten Fisch aus dem See anbieten.

Statt der hektischen Hauptstadt Guatemala-City besuchen wir die ehemalige Hauptstadt Antigua de Guatemala: ein lebendiger Ort mit schönen, frisch restaurierten Kolonialbauten, mächtigen Kirchenfassaden, grünen Parks und einer sehr charmanten Atmosphäre.

Die bunt bemalten öffentlichen Busse im ganzen Land sind ein Hingucker, die dicht-schwarze, beißende Rauchwolke, die sie ausstoßen, hingegen unerträglich. Sie so schnell wie möglich zu überholen, ist das einzige probate Mittel. Auf der Panamericana führt uns unsere Route weiter nach El Salvador und Nicaragua.

Buntes Guatemala | Brightly colored Guatemala Entlang des Atitlán-Sees: Vulkane Tolimán und San Pedro | By Lake Atitlán: Tolimán and San Pedro volcanoes Ein Graffito ruft zu Umweltbewusstsein auf | Graffito calling for environmental awareness Wäscherinnen am Straßenrand in Cuatro Caminos | Washer women at the roadside in Cuatro Caminos Handarbeit: bunte gewebte Gürtel | Local crafts: bright woven belts Streetfood: sehr lecker | Street food: very tasty Schamanische Traditionen: in Rauch gehüllte Kirchentreppe | Shamanic traditions: church steps wreathed in smoke Skeptische Beobachterinnen | Skeptical onlookers Blick auf den Vulkan Tolimán | View to the Tolimán volcano Junge Maya-Frauen beim Einkauf am Wochenmarkt | Young Mayan women shopping at the weekend market Farbenfroher Friedhof von Quetzaltenango | Colorful cemetery at Quetzaltenango Autobusbahnhof | Bus station Hauptplatz von Antigua Guatemala | Main square in Antigua Guatemala Quietschgelbe Kirchenfassade in Can Andrés Xecul | Bright yellow church façade in Can Andrés Xecul
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Schamanische Traditionen: in Rauch gehüllte Kirchentreppe | Shamanic traditions: church steps wreathed in smoke

El Salvador und Nicaragua sind ebenfalls „Vulkanland“. Oft sind die Bilderbuchkegel malerisch am Horizont aufgefädelt und man kann mit ihnen auf vielfältige Weise Bekanntschaft schließen: Entweder man wandert hoch und blickt in einen riesigen trockenen Trichter oder man fährt hinauf und darf wegen der immer noch aktiven, giftigen Rauchentwicklung nur für 10 Minuten in den mit Wasser gefüllten Krater blicken.

Während der Kaffeeernte beobachten wir Erntehelfer, die ihre mit frischen roten Kaffeebohnen gefüllten Säcken zu Füßen eines dicken Kaffeebarons deponieren, der die Ernte des Tages wiegt, aufzeichnet und die Helfer bezahlt. Unsere Erfahrung: Je näher an den Kaffeepflanzen gebrüht und getrunken, desto weniger gut schmeckt der Kaffee … seltsamerweise.

Eine wunderbare Fahrt über blühende, üppig grüne Vulkanhänge führt uns in das salvadorianische Künstlerdorf La Palma, wo der Maler Fernando Llort in den 70er Jahren die Naive Kunst begründete, die als auffällige, bunte Malerei weltweiten Ruhm erlangte.

Die Menschen in Nicaragua sagen von sich, sie hätten die Hängematte erfunden … und in der Tat: Ihr Gebrauch ist weit verbreitet. Nichtsdestotrotz führen die Nicaraguaner kein leichtes Leben: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung arbeitet im informellen Sektor, Frauen verkaufen oft Selbstgekochtes am Straßenrand und Männer spannen ihre dürren Pferde vor den Karren und warten auf Transportbedarf.

In vielen Städten Nicaraguas wird die Erinnerung an die Sandinistische Revolution in Museen und Statuen hoch gehalten. Die Kolonialstadt Granada ist ein photogener Ort, dessen öffentliche Plätze und Bauten, so wie in der Hauptstadt Managua, eher sowjetischem Baustil entsprechen. Unser Motorradherz genießt die schmalen Pfade durch üppige Vegetation und entlang endloser, traumhafter Pazifikstrände, die viel besser zum Motorradfahren geeignet scheinen als zum Baden.

Vulkankette am Horizont | Chain of volcanoes on the horizon Blick in den Vulkankrater „El Boquerón“ in El Salvador | View into the crater of El Boquerón in El Salvador Der rauchende Vulkan de Masaya im Zentrum Nicaraguas | The smoking Masaya volcano in central Nicaragua Der Kratersee Laguna de Apoyo in Nicaragua | The crater lake Laguna de Apoyo in Nicaragua Frisch geerntete Kaffeebohnen | Freshly harvested coffee beans Der Kaffeebaron wiegt und notiert die Ernte des Tages | Coffee baron weighs and records the daily harvest Vulkanhänge: staubige Wege durch üppig blühende Vegetation | The slopes of the volcano: Dusty paths through luxurious, vivid vegetation Naive Malerei auf einem Haus im salvadorianischen La Palma | Naive art on a house in La Palma, El Salvador Bunte Unterkunft | Colorful accommodation Süßer Weg: durch die Zuckerrohrplantage | The sweet road: through sugar cane plantations Schweres Leben in der Hängematte | Tough life in a hammock Beliebter Snack: Tamales (Reis und mehr in Bananenblätter gewickelt) | Favorite snack: tamales (rice and other ingredients wrapped in banana leaves) Hat jemand etwas zu befördern? | Need anything taken anywhere? Der sandinistische Revolutionär: Statue vor der Galerie der Helden in León in Nicaragua | The Sandinistan revolutionary: statue in front of the heroes' gallery in León in Nicaragua Die verwitterte Basilica von León in Nicaragua ist die größte Kathedrale Zentralamerikas | The weather-beaten basilica in León, Nicaragua, is the largest cathedral in Central America Blick über die photogene Kolonialstadt Granada in Nicaragua | View out over the photogenic colonial town of Granada in Nicaragua Nicht ganz so charmant: Hauptplatz von Managua | Not quite so charming: main square in Managua Leckere Vielfalt der zentralamerikanischen Straßenküche | Tasty morsels from Central America's street kitchen Keinesfalls fassweise: „Flor de Caña“, nicaraguanischer Rum | Definitely not by the barrel: "Flor de Caña", Nicaraguan rum Ein Vogel lässt sich die Früchte der Weihnachtspalme schmecken | A bird helps itself to the fruit of the Christmas palm tree Pazifikstrände erfreuen Surfer … | Surfers love the Pacific beaches ... … und Motorradfahrer. | … so do bikers.
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Die verwitterte Basilica von León in Nicaragua ist die größte Kathedrale Zentralamerikas | The weather-beaten basilica in León, Nicaragua, is the largest cathedral in Central America

Costa Rica ist ein Naturerlebnis der ganz speziellen Art: Ein Drittel des kleinen Landes steht unter Naturschutz und in den zahlreichen Nationalparks geht man mit der Tier- und Pflanzenwelt so richtig auf Tuchfühlung. Das ganze Land ist grün, der Preis dafür viel Regen. Nirgends auf unserer Reise haben wir unsere Motorradstiefel so oft ausgeleert wie hier. Und bevor man seine Stiefel wieder anzieht, sieht man besser nach, ob sich nicht über Nacht einer der zahlreichen Frösche darin einquartiert hat. Dafür macht aber das Durchfahren der gut gefüllten Bäche richtig Spaß!

Der Kontakt zur Tierwelt im unglaublich vielfältigen Costa Rica beeindruckt uns: Im trockenen Tropenland in Küstennähe hüpfen Affen über unsere Helme und neugierige Waschbärenaugen verfolgen uns aus dem Gebüsch. An der Küste übertönen kreischende Papageien unsere 2-Zylinder und Schildkröten kriechen vor unsere Stollenreifen. Im hochgelegenen Nebelwald lernen wir schnell, grün von grün zu unterscheiden, um nicht von einer Schlange gebissen zu werden. Auch die Vegetation ist gigantisch: Blätter, groß wie Zeltdächer, und kunterbunte Blumen, die förmlich um die Wette blühen! Ein wahrhaft paradiesisches Fleckchen Erde dieses Costa Rica! Dazu passend das Motto seiner lebenslustigen Bewohner: „Pura Vida“ – pures, reines Leben, hier kann man es wirklich genießen.

Meistens im Nebel, aber heute ausnahmsweise nicht: Volcán Arenal | Usually shrouded in mist but just this once, it isn't: Arenal volcano Regen ist an der Tagesordnung | Rain is the order of the day Der Vorteil von Regen: tolle Bachdurchfahrten | The advantage of rain: fun riding through the streams Nachts in Costa Rica | Night in Costa Rica Über uns: neugierige Affenmama | Above us: inquisitive monkey and baby Schildkröten haben Vorrang, ganz besonders, wenn sie von rechts kommen | Turtles take priority, particularly when they come from the right Übernachtung im Grünen | Accommodation in amongst the greenery Hier blühen die Blumen um die Wette | The flowers blossom everywhere here Neugieriger Waschbär | Inquisitive raccoon Rund um den Lago Arenál | Around Lake Arenal Unterwegs im immerfeuchten Nebelwald | Underway in the permanently damp cloud forest Blätter so groß, dass man sich darunter verstecken kann | Leaves so big, you can hide under them Ein lustiger Geselle: Rotaugen-Laubfrosch mit KTM-orangen Saugnäpfen | A cheerful fellow: red-eyed tree frog with KTM orange suction cups Tarnung: Diese giftig-grüne, wirklich giftige Schlange blieb zum Glück, wo sie war | Camouflage: fortunately, this poisonous green, properly poisonous snake stayed where it was Pelikanformation über türkisen Pazifikwellen | Pelicans flying in formation above the turquoise Pacific waves Landpartie im Valle Central | Country outing in the Valle Central „Pura Vida“ (pures, reines Leben) ist das Motto der Bewohner Costa Ricas | "Pura vida" (pure life) is the unofficial motto of Costa Rica Ein Plätzchen zum Verlieben: Pool mit Aussicht über dem Lago Arenál | A place to linger: pool with view over Lake Arenál
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Tarnung: Diese giftig-grüne, wirklich giftige Schlange blieb zum Glück, wo sie war | Camouflage: fortunately, this poisonous green, properly poisonous snake stayed where it was

Panama ist ein Land der Kontraste und Motorradfahrer gehören hier nicht zum Alltagsbild. Die moderne Finanzmetropole Panama City mit ihren Banken in eleganten Wolkenkratzern erstickt täglich mehrmals im Verkehrsstau. Casco Viejo, Panamas Altstadt, ist teilweise renoviert, an vielen Ecken aber noch sehr baufällig. Die Straßen sind voll – voller Leben: Verkaufsstände, Fischbuden, Cafés oder einfach ein paar Stühle mitten am Weg, wo sich Einheimische treffen und auch Besucher lautstark willkommen geheißen werden.

Ein unbedingtes und faszinierendes Muss ist die Besichtigung des Panama Kanals. Im Besucherzentrum kann man die Schleusentätigkeit beobachten und sich die beeindruckenden technischen Daten und die abwechslungsreiche Geschichte erklären lassen. Mindestens genauso interessant ist aber auch die Fahrt entlang des Kanals, über alte Holzbrücken und durch tierreiche Regenwälder bis zum anderen, karibischen Ende des Kanals.

Apropos Karibik: Hier liegt, ziemlich weit weg von allem, ein wunderbares, palmenbewachsenes Archipel mit zahllosen Inseln. Die Heimat der Kuna Yala-Indianer, die sich auch in der Moderne bemühen, an ihren Traditionen festzuhalten. Hier führt keine Straße hin, also lassen wir unsere Motorräder ausnahmsweise stehen und rumpeln mit einem winzigen Propellerflugzeug ins Paradies. Ein paar Tage lassen wir hier unter Palmen die Seele baumeln, besuchen die Inseldörfer der Kuna Yala und dürfen einen kleinen Einblick in ihre traditionell geprägte, aber immer moderner werdende Lebensweise gewinnen.

Panama ist tatsächlich eine „Sackgasse“ für Reisende auf der Straße. Der Landweg nach Kolumbien wäre ein „illegaler“ Dschungelpfad ohne offiziellen Grenzübergang … also entscheiden wir uns für den Wasserweg. Schiff gefunden und gebucht, alles – mit sehr viel Geduld – verzollt, als es 24 Stunden vor dem Ablegen plötzlich heißt: keine Landeerlaubnis an der kolumbianischen Küste! Nichts mit Schiff.

Aber wer reist, liebt Überraschungen, heißt es. Also Umorientierung auf den Luftweg. Der Tipp eines argentinischen Motorradkollegen erweist sich als Glücksfall: Motorräder auf eine Alu-Platte geschoben, Gepäck dazu und nur 24 Stunden später, nach kurzem Flug und langem Zollaufenthalt, haben wir südamerikanischen Boden unter den Stollen.

Mit wunderbaren Bildern in Kopf und Kamera und 10.000 zentralamerikanischen Kilometern mehr auf den Tachos unserer KTM 1190 ADVENTUREs verschluckt uns der verrückte Abendverkehr auf Bogotás Straßen. Südamerika – wir kommen!

Moderne Metropole Panama City | The modern metropolis of Panama City Banken residieren in futuristischen Wolkenkratzern | Banks have taken up residence in futuristic skyscrapers Fassade im Casco Viejo, der Altstadt von Panama City | Façade in Casco Viejo, the historical center of Panama City Graffito: Panther, nicht Prinzessin! | Graffito: a panther, not a princess! Der berühmte „Panama-Hut“, der eigentlich aus Ecuador stammt | The famous Panama hat, which actually comes from Ecuador Faszinierendes Bauwunder: der Panama Kanal und seine Schleusen | A fascinating wonder of engineering: the Panama Canal and its locks Revolutionsdenkmal: erst seit 1999 gehört der Kanal den Panameños | A monument to revolution: the canal has only belonged to the Panamanians since 1999 Regenwald entlang des 80 Kilometer langen Panamakanals | Rain forest along the 80 kilometers of the Panama Canal Unterwegs von der Pazifik- an die Karibikküste | Underway from the Pacific to the Caribbean coast Alle helfen mit, wenn das Fischerboot ins Wasser muss | Everyone helps launch the fishing boat into the water Polizei an der Panamericana: zum Glück nur eine Attrappe! | Policeman on the Pan-American Highway: fortunately, just a dummy! Mango-Vitamintankstelle am Straßenrand | Mangoes - top up on vitamins by the roadside Archipel Comarca de Kuna Yala – stressfrei im Karibik-Paradies | Comarca de Guna Yala archipelago – leave all the stress behind in this Caribbean paradise Besuch in einem Kuna Yala-Inseldorf | Visiting a Guna Yala island village Stolze Indígena: Frau aus dem Stamm der Kuna Yala-Indianer | Proud indigenous woman from the Guna Yala Indian tribe Fußball gibt´s weltweit: auch die Kuna-Jungs sind da keine Ausnahme | Football is a global sport: and the Guna boys enjoy it as much as anyone Ende Gelände: bereit für den Abflug nach Bogotá, Kolumbien | Final destination: ready for departure to Bogotá, Columbia
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Archipel Comarca de Kuna Yala – stressfrei im Karibik-Paradies | Comarca de Guna Yala archipelago – leave all the stress behind in this Caribbean paradise

Fotos: Barbara Kenedi


Info: Around the world – Panini Moto Tour
Barbara Kenedi, bei KTM in Mattighofen beschäftigt, und Lebensgefährte Peter sind auf Abenteuer-Tour rund um die Welt. Warum der geheimnisvolle Name Panini? Weil so die Katze der beiden heißt, die zwischendurch natürlich in Pflegehänden bestens aufgehoben ist.

Das reiselustige Duo, seit März 2013 mit zwei KTM 1190 ADVENTURE R auf Achse, absolviert die Weltreise nicht am Stück, sondern in Etappen. Die erste große Etappe führte von Österreich nach Ulang Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Fortgesetzt wurde die Weltreise auf dem australischen Kontinent von Darwin aus. Darauf folgte Neuseeland und, als erste Station durch Nordamerika, die Querung von Alaska bis nach Kalifornien, bevor der südamerikanische Kontinent in Angriff genommen wurde.

Das Marathon-Vergnügen mit dem Titel „Around the world – Panini Moto Tour” kann auf Facebook verfolgt werden, allerdings nur nach vorheriger Anmeldung.

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